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  • AutorenbildMichaela Perteneder

Stagnation oder Transformation ? Ihre Wahl !

Die Herausforderung der Veränderung: Warum es schwer fällt, sie anzunehmen.


Veränderung ist eine unausweichliche Konstante im Leben, wie schon Heraklit von Ephesos, griech. Philosoph, 500 v. Chr. trefflich formulierte: „Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.“

Ob persönlich oder beruflich, Veränderungen sind unvermeidlich und oft notwendig für persönliches und berufliches Wachstum und Entwicklung. Dennoch fällt es vielen Menschen extrem schwer, Veränderungen anzunehmen, diese auszuprobieren oder sie zu umarmen.


In diesem Blogbeitrag werden wir uns damit befassen, warum Veränderungen so herausfordernd sind und wie wir besser damit umgehen können. Denn die Veränderung ist es, die uns wachsen lässt, die uns resilient werden lässt, die uns stärkt und uns vor Stagnation oder Rückschritt schützt.


Die Komfortzone und der Widerstand gegen Veränderung

Eine der Hauptgründe, warum Menschen Veränderungen schwer akzeptieren, ist die Komfortzone. Unsere Komfortzone ist ein mentaler Raum, in dem wir uns sicher und vertraut fühlen. Veränderungen bedrohen dieses Gefühl der Sicherheit und können Angst und Unsicherheit auslösen. Selbst wenn wir uns bewusst sind, dass Veränderungen notwendig sind, um voranzukommen, kann der Gedanke, unsere Komfortzone zu verlassen, abschreckend sein. Die Komfortzone ist ein psychologisches Konzept, das sich auf den Bereich bezieht, in dem eine Person sich sicher, vertraut und ohne größere Anstrengung fühlt. Es ist der Zustand, in dem wir uns wohlfühlen, weil wir mit den bekannten Umständen und Routinen vertraut sind. Die Komfortzone kann sich auf verschiedene Lebensbereiche beziehen, wie Arbeit, Beziehungen, Gewohnheiten oder persönliche Überzeugungen. In der Komfortzone zu bleiben, hat Vorteile, da es ein Gefühl der Sicherheit und Stabilität bietet. Allerdings kann es auch dazu führen, dass wir uns nicht weiterentwickeln oder neue Erfahrungen machen. Veränderung und Wachstum erfordern oft, die Komfortzone zu verlassen und sich in unbekanntes Terrain zu begeben. Dies kann unangenehm sein, aber es ermöglicht auch persönliche Entwicklung und Fortschritt. Kurz gesagt: Die Komfortzone ist der Bereich, in dem wir uns wohl und sicher fühlen, aber auch der Ort, an dem wir uns nicht weiterentwickeln, wenn wir dort verharren.


Angst vor dem Unbekannten, Verlustängste und Abschiedsschmerz

Ein weiterer Grund, warum Menschen Veränderungen meiden, ist die Angst vor dem Unbekannten. Unser Gehirn ist darauf programmiert, Risiken zu minimieren und uns in vertrauten Situationen zu halten. Das Unbekannte birgt jedoch Unsicherheit, und Unsicherheit kann Ängste auslösen. Wir fürchten uns vor dem, was wir nicht kennen, und zögern deshalb, Veränderungen anzunehmen, die uns in unbekannte Territorien führen könnten. Veränderungen gehen oft mit Verlusten einher, sei es der Verlust von Routinen, Beziehungen oder Identitäten. Der Gedanke an Verlust kann tiefe Emotionen wie Trauer, Wut und Enttäuschung auslösen. Wir klammern uns an das Vertraute, weil wir fürchten, dass Veränderungen uns etwas Wertvolles nehmen könnten. Diese Verlustängste und der Abschiedsschmerz können uns davon abhalten, Veränderungen anzunehmen, selbst wenn sie potenziell positiv sind.


Gewohnheiten und festgefahrene Denkmuster

Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir neigen dazu, uns an bestimmte Denk- und Verhaltensmuster zu gewöhnen, die uns in der Vergangenheit geholfen haben. Diese festgefahrenen Denkmuster können jedoch hinderlich sein, wenn es darum geht, sich an neue Umstände anzupassen. Es erfordert bewusste Anstrengung und oft auch Hilfe von außen, um diese Denkmuster zu erkennen und aufzubrechen, um Veränderungen erfolgreich zu bewältigen.


Doch was passiert, wenn man sich vehement gegen jedwede Veränderung richtet? Wenn man sich immer gegen Veränderungen stemmt und ihnen widersteht kann das zu verschiedenen Problemen führen. Man könnte beispielsweise in einer stagnierenden Situation feststecken, persönliches Wachstum und berufliche Entwicklung könnten gehemmt werden, und es könnte zu einem Gefühl der Unzufriedenheit und Frustration führen. Veränderungen sind oft unvermeidlich und können neue Chancen und Perspektiven bringen, daher ist es wichtig, offen dafür zu sein und sich anzupassen.


Folgende kurze Erzählung zweier Führungsdamen demonstriert stichfest, wie es ich mit Veränderungsoffenheit oder Veränderungsresistenz lebt.


Die Aufbruchstimmung

In einem modernen Bürogebäude, hoch oben in einer gläsernen Etage, arbeiteten zwei bemerkenswerte Frauen: Elena und Sophie. Beide waren Führungskräfte, die das Ruder ihrer Teams fest in der Hand hielten.

Elena war eine Visionärin. Sie sah in jeder Herausforderung eine Chance und war stets offen für Veränderungen. Als die Geschäftswelt sich wandelte, passte sie sich an, als wäre sie ein Chamäleon. Neue Technologien, agile Arbeitsmethoden, unkonventionelle Ideen – Elena nahm alles auf und setzte es um. Ihre Mitarbeiter bewunderten sie für ihre Entschlossenheit und ihren Mut.

Sophie hingegen war eine Festung. Sie hielt an alten Strukturen fest, als wären es ihre letzten Lebensretter. Veränderung war für sie ein rotes Tuch. “Warum etwas ändern, wenn es doch immer so funktioniert hat?”, dachte sie. Sie ignorierte die Trends, die sich um sie herum entfalteten, und verharrte in ihrer Komfortzone. Ihr Team litt darunter. Projekte stagnierten, Innovationen blieben aus, und die Stimmung war gedrückt.

Der Wendepunkt

Eines Tages lud die Geschäftsführung alle Führungskräfte zu einem Workshop ein. Das Thema: “Agilität und Innovation im digitalen Zeitalter”. Elena war begeistert. Sie nahm eifrig Notizen, stellte Fragen und tauschte sich mit anderen Teilnehmern aus. Sophie hingegen saß mit verschränkten Armen da, die Stirn in Falten gelegt. Sie fühlte sich bedroht von all den neuen Ideen und Technologien.

Die nächsten Wochen verliefen unterschiedlich für die beiden Frauen. Elena setzte das Gelernte sofort um. Sie führte wöchentliche Brainstorming-Sessions ein, ließ ihre Mitarbeiter neue Tools ausprobieren und ermutigte sie, Risiken einzugehen. Das Team blühte auf. Projekte wurden schneller abgeschlossen, und die Kundenzufriedenheit stieg.

Sophie hingegen blieb stur. Sie weigerte sich, ihre Arbeitsweise anzupassen. Als ihre Mitarbeiter sie um Unterstützung bei der Einführung eines agilen Projektmanagements baten, winkte sie ab. “Das ist nur ein Trend”, sagte sie. “Bald wird alles wieder beim Alten sein.” Doch die Welt drehte sich weiter, und Sophies Team blieb zurück.

Das Ende und der Neuanfang

Eines Tages traf Elena Sophie in der Kaffeeküche. Sophie sah müde aus, die Augenringe tief. Elena lächelte sie an. “Sophie, du musst dich öffnen”, sagte sie. “Veränderung ist unausweichlich. Wir müssen uns anpassen, um zu überleben.”

Sophie seufzte. “Ich weiß, aber es fällt mir so schwer.”

Elena legte ihr die Hand auf die Schulter. “Du kannst es schaffen. Schau dir die Wellen an – sie kommen unaufhaltsam. Entweder du reitest auf ihnen oder wirst von ihnen verschluckt.”

Sophie dachte nach. Dann nickte sie. “Vielleicht ist es Zeit für einen Neuanfang.”

Und so begann Sophie, sich langsam zu öffnen. Sie nahm an Workshops teil, las Bücher über Veränderungsmanagement und sprach mit ihren Mitarbeitern. Es war nicht leicht, aber sie kämpfte. Und mit der Zeit spürte sie, wie ihre Frustration und Depression nachließen.

Die Wellen der Veränderung

Elena und Sophie gingen unterschiedliche Wege. Elena führte ihr Team zu neuen Höhen, während Sophie sich mühsam aus ihrer Festung herausarbeitete. Doch beide hatten etwas gemeinsam: Sie lernten, dass Veränderung nicht nur Risiko und Anpassung bedeutet, sondern auch Wachstum und Entwicklung.

Und so reiten sie weiter auf den Wellen der Veränderung – mal stürmisch, mal sanft –, immer bereit, sich dem Unbekannten zu stellen und voranzugehen.


Wie entscheiden sie sich? Für Stagnation oder Transformation? Geben sie der Veränderung eine Chance? Folgend einige Tipps zum einfacheren Umgang mit Veränderungen.

Akzeptanz:

Akzeptieren sie, dass Veränderungen ein natürlicher Teil des Lebens sind und dass sie oft notwendig sind für persönliches Wachstum und Entwicklung.

Offenheit:

Seien sie offen für neue Erfahrungen und Möglichkeiten. Betrachten sie Veränderungen als Chance, sich weiterzuentwickeln und neue Wege zu erkunden.

Selbstreflexion:

Reflektieren sie über ihre Einstellungen und Denkmuster in Bezug auf Veränderungen. Fragen sie sich, welche Gedanken und Ängste sie daran hindern, Veränderungen anzunehmen, und arbeiten sie daran, sie zu überwinden.

Unterstützung suchen:

Suchen sie Unterstützung von Freunden, Familie oder einem professionellen Coach, um sie bei der Bewältigung von Veränderungen zu unterstützen. Manchmal kann es hilfreich sein, jemanden an seiner Seite zu haben, der einem dabei hilft, durch schwierige Zeiten zu navigieren.


Insgesamt ist es wichtig zu erkennen, dass Veränderungen zwar herausfordernd sein können, aber auch Chancen für persönliches Wachstum und Entwicklung bieten. Indem wir lernen, Veränderungen anzunehmen und aktiv damit umzugehen, können wir unsere Resilienz stärken und uns besser an die sich ständig wandelnden Anforderungen des Lebens anpassen.


Die Wahl bleibt bei Ihnen ! Stagnation oder Transformation ?

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