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Resilienz-Modelle für Power-Frauen

  • Autorenbild: Michaela Perteneder
    Michaela Perteneder
  • 4. Apr. 2025
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Aug. 2025

Die besten Resilienz-Modelle im Vergleich – und wie Sie den passenden Schuh für sich finden


In der heutigen dynamischen Arbeitswelt sind Resilienz und Anpassungsfähigkeit entscheidende Fähigkeiten, um Herausforderungen erfolgreich zu meistern und das eigene Team effektiv zu führen. Besonders für Frauen im Mittelmanagement, die oft vielfältige Rollen und Verantwortungen jonglieren, ist es wichtig, die eigene Resilienz zu stärken und weiterzuentwickeln. Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine Fähigkeit, die durch gezielte Maßnahmen und kontinuierliche Entwicklung gestärkt werden kann.


Die verschiedenen Resilienz-Modelle bieten wertvolle Ansätze, um Ihre Widerstandskraft zu erhöhen und Ihre Führungsqualitäten zu verbessern. In diesem Blogbeitrag stellen wir unterschiedliche wissenschaftliche Resilienz-Modelle vor und zeigen, wie diese im Berufsalltag angewendet werden können. Diese Modelle bieten vielfältige Perspektiven auf das Konzept der Resilienz und können je nach Kontext und Zielgruppe variabel angewendet werden. Welches Modell für den Berufsalltag am besten geeignet ist, hängt von den spezifischen Anforderungen und Herausforderungen ab, denen man begegnet. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, werden anschließend Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufgezeigt, damit sie den "passenden Schuh" für sich finden.


Die Modelle

Die 7 Säulen der Resilienz

Dieses Modell betont sieben zentrale Faktoren, die zur Resilienz beitragen: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, Verlassen der Opferrolle, Verantwortung übernehmen, Netzwerkorientierung und Zukunftsplanung. Diese Säulen bieten eine umfassende Grundlage, um persönliche und berufliche Herausforderungen zu bewältigen. Dieses Modell wurde von der Diplom-Psychologin Ursula Nuber entwickelt und umfasst sieben zentrale Faktoren, die zur Resilienz beitragen:

  • Optimismus

  • Akzeptanz

  • Lösungsorientierung

  • Verlassen der Opferrolle

  • Verantwortung übernehmen

  • Netzwerkorientierung

  • Zukunftsplanung


Das FiRE-Modell

Das FiRE-Modell fokussiert auf Flexibilität, Initiative, Realismus und emotionale Regulation. Diese Faktoren sind besonders relevant für Führungskräfte, die in einem sich ständig verändernden Umfeld arbeiten und schnelle, fundierte Entscheidungen treffen müssen. Das FiRE-Modell (Factors influencing Resilience and Engagement) betont vier Hauptfaktoren:

  • Flexibilität

  • Initiative

  • Realismus

  • Emotionale Regulation


Die 6 Resilienzkompetenzen

Selbstwahrnehmung, Selbstregulation, Selbstwirksamkeit, soziale Kompetenz, Stressbewältigung und Problemlösungsfähigkeit sind die Kernkompetenzen dieses Modells. Es bietet eine strukturierte Herangehensweise, um die eigene Resilienz systematisch zu stärken. Dieses Modell fokussiert auf sechs Kompetenzen, die zur Resilienz beitragen:

  • Selbstwahrnehmung

  • Selbstregulation

  • Selbstwirksamkeit

  • Soziale Kompetenz

  • Stressbewältigung

  • Problemlösungsfähigkeit


Die 10 Life Skills

Dieses Modell umfasst allgemeine Lebenskompetenzen wie Entscheidungsfindung, Problemlösung, kreatives Denken und effektive Kommunikation. Es ist besonders hilfreich, um eine ganzheitliche Resilienz zu entwickeln, die sowohl berufliche als auch persönliche Aspekte berücksichtigt. Dieses Modell basiert auf der Annahme, dass bestimmte Lebenskompetenzen die Resilienz stärken. Dazu gehören:

  • Entscheidungsfindung

  • Problemlösung

  • Kreatives Denken

  • Kritisches Denken

  • Effektive Kommunikation

  • Interpersonale Beziehungen

  • Selbstbewusstsein

  • Empathie

  • Gefühlsbewältigung

  • Stressbewältigung


Alle Modelle betonen die Bedeutung persönlicher Fähigkeiten und Kompetenzen, die zur Resilienz beitragen und haben einen Fokus auf individuelle Fähigkeiten. Ferner ist den Modellen gemein, das Thema der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Die Fähigkeit, sich an Veränderungen anzupassen und flexibel zu reagieren, ist ein zentraler Aspekt in allen Modellen. Ferner sind emotionale Regulation und soziale Unterstützung in allen Modellen wichtige Faktoren.


Die Modell unterscheiden sich jedoch in einigen Aspekten, auch wenn sie das gemeinsame Ziel der Resilienz-Stärkung ansprechen. Die Modelle unterscheiden sich in der Anzahl und spezifischen Benennung der Resilienzfaktoren. Während das Modell der 7 Säulen stark auf individuelle Einstellungen und Verhaltensweisen fokussiert, betont das FiRE-Modell die Bedeutung von Flexibilität und Realismus. Die Schwerpunktsetzung ist unterschiedlich. Einige Modelle, wie die 10 Life Skills, sind breiter gefasst und umfassen allgemeine Lebenskompetenzen, während andere, wie die 6 Resilienz-Kompetenzen, spezifischer auf psychologische Fähigkeiten abzielen.


Wie können sie diese Modelle nun im Berufsalltag integrieren?


Die 7 Säulen der Resilienz

Optimismus: Entwickeln Sie eine positive Einstellung gegenüber Herausforderungen. Sehen Sie Probleme als Chancen für Wachstum und Veränderung. Akzeptanz: Akzeptieren Sie Situationen, die Sie nicht ändern können, und konzentrieren Sie sich auf das, was Sie beeinflussen können. Lösungsorientierung: Fokussieren Sie sich auf Lösungen statt auf Probleme. Entwickeln Sie kreative Ansätze zur Problemlösung. Verlassen der Opferrolle: Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Handlungen und Entscheidungen. Vermeiden Sie es, sich als Opfer der Umstände zu sehen. Verantwortung übernehmen: Seien Sie proaktiv und übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Aufgaben und Entscheidungen. Netzwerkorientierung: Pflegen Sie ein starkes berufliches Netzwerk, das Ihnen Unterstützung und Ressourcen bietet. Zukunftsplanung: Setzen Sie sich klare Ziele und entwickeln Sie Strategien, um diese zu erreichen.


Das FiRE-Modell

Flexibilität: Seien Sie bereit, sich an neue Situationen und Herausforderungen anzupassen. Entwickeln Sie die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Initiative: Ergreifen Sie die Initiative, um Probleme zu lösen und neue Projekte zu starten. Seien Sie proaktiv in Ihrer Herangehensweise. Realismus: Behalten Sie einen realistischen Blick auf Ihre Ziele und Erwartungen. Vermeiden Sie übermäßigen Optimismus oder Pessimismus. Emotionale Regulation: Lernen Sie, Ihre Emotionen zu kontrollieren und in stressigen Situationen ruhig zu bleiben. Entwickeln Sie Techniken zur Stressbewältigung.


Die 6 Resilienzkompetenzen

Selbstwahrnehmung: Entwickeln Sie ein tiefes Verständnis Ihrer eigenen Stärken und Schwächen. Nutzen Sie dieses Wissen, um Ihre Resilienz zu stärken. Selbstregulation: Lernen Sie, Ihre Emotionen und Verhaltensweisen zu kontrollieren. Entwickeln Sie Strategien zur Selbstberuhigung und Stressbewältigung. Selbstwirksamkeit: Glauben Sie an Ihre Fähigkeit, Herausforderungen zu meistern. Entwickeln Sie ein starkes Gefühl der Selbstwirksamkeit. Soziale Kompetenz: Pflegen Sie starke zwischenmenschliche Beziehungen und entwickeln Sie Ihre Kommunikationsfähigkeiten. Stressbewältigung: Lernen Sie Techniken zur Stressbewältigung, wie Meditation, Atemübungen und körperliche Aktivität. Problemlösungsfähigkeit: Entwickeln Sie Ihre Fähigkeit, Probleme effektiv zu lösen. Nutzen Sie kreative und analytische Ansätze zur Problemlösung.


Die 10 Life Skills

Entscheidungsfindung: Entwickeln Sie die Fähigkeit, fundierte Entscheidungen zu treffen. Nutzen Sie analytische und intuitive Ansätze zur Entscheidungsfindung. Problemlösung: Fokussieren Sie sich auf kreative und effektive Lösungen für Probleme. Nutzen Sie verschiedene Problemlösungsstrategien. Kreatives Denken: Fördern Sie Ihre Kreativität und entwickeln Sie innovative Ansätze zur Problemlösung. Kritisches Denken: Entwickeln Sie die Fähigkeit, kritisch zu denken und Informationen zu analysieren. Nutzen Sie diese Fähigkeiten, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Effektive Kommunikation: Pflegen Sie klare und effektive Kommunikationsfähigkeiten. Nutzen Sie diese Fähigkeiten, um Ihre Ideen und Ziele zu vermitteln. Interpersonale Beziehungen: Entwickeln Sie starke zwischenmenschliche Beziehungen und pflegen Sie Ihr berufliches Netzwerk. Selbstbewusstsein: Entwickeln Sie ein starkes Gefühl von Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz. Empathie: Lernen Sie, die Gefühle und Perspektiven anderer zu verstehen und zu respektieren. Gefühlsbewältigung: Entwickeln Sie Techniken zur Bewältigung von Emotionen und Stress. Stressbewältigung: Lernen Sie Techniken zur Stressbewältigung und Entspannung.


Erste Schritte zur Auswahl des passenden Modells

Um herauszufinden, welches Resilienz-Modell für Sie am besten geeignet ist, können Sie folgende Schritte unternehmen:


1. Selbstreflexion: Analysieren Sie Ihre aktuellen Herausforderungen und Bedürfnisse. Überlegen Sie, welche Aspekte der Resilienz für Ihre persönliche und berufliche Situation besonders relevant sind. Fragen Sie sich, in welchen Bereichen Sie sich verbessern möchten und welche Fähigkeiten Sie stärken wollen.

2. Recherche: Informieren Sie sich ausführlich über die verschiedenen Resilienz-Modelle und deren spezifische Ansätze. Lesen Sie Fachliteratur, besuchen Sie Seminare oder nehmen Sie an Workshops teil, um ein tieferes Verständnis der Modelle zu entwickeln.

3. Testen: Probieren Sie einzelne Strategien und Techniken aus den verschiedenen Modellen aus. Beobachten Sie, welche Ansätze Ihnen am meisten zusagen und welche Sie am besten in Ihren Alltag integrieren können. Notieren Sie Ihre Erfahrungen und reflektieren Sie regelmäßig über Ihre Fortschritte.

4. Feedback einholen: Sprechen Sie mit Kolleginnen, Mentoren oder Coaches über Ihre Erfahrungen und holen Sie sich Feedback ein. Diskutieren Sie, welche Modelle und Techniken für Sie am besten funktionieren und warum. Nutzen Sie diese Rückmeldungen, um Ihre Auswahl weiter zu verfeinern.

5. Anpassung und Integration: Passen Sie die ausgewählten Strategien und Techniken an Ihre individuellen Bedürfnisse und Ihren Arbeitsalltag an. Integrieren Sie diese schrittweise in Ihre täglichen Routinen und beobachten Sie, wie sich Ihre Resilienz und Ihre Führungsqualitäten entwickeln.


Fazit

Resilienz ist keine angeborene Eigenschaft, sondern eine Fähigkeit, die durch gezielte Maßnahmen und kontinuierliche Entwicklung gestärkt werden kann. Die verschiedenen Resilienz-Modelle bieten wertvolle Ansätze, um Ihre Widerstandskraft zu erhöhen und Ihre Führungsqualitäten zu verbessern. Indem Sie die für Sie passenden Strategien und Techniken anwenden, können Sie nicht nur Ihre eigene Resilienz stärken, sondern auch Ihr Team inspirieren und unterstützen. Nutzen Sie die Erkenntnisse dieser Modelle, um sich selbst und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg zu mehr Resilienz und Erfolg zu begleiten.


Bleiben Sie stark, flexibel und optimistisch – Ihre Resilienz ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg und einem erfüllten Berufsleben.


Bei Resilienz geht es nicht darum, Widrigkeiten zu vermeiden, sondern zu lernen, sie zu meistern. – Elizabeth Edwards

 Michaela Perteneder, MBA

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